Wir sprechen darüber!


Es gibt Themen, über die wird nicht gerne und nicht oft gesprochen. Sie sind schambesetzt und werden tabuisiert. Das ist ein Teufelskreis, denn so wird es für Betroffene noch schieriger, sich zu "outen" und um Hilfe zu bitten. Die Wahrheit jedoch ist: Es kann jede*n von uns treffen. Keine*r ist gefeit davor, vom Leben überrumpelt und aus der Bahn geworfen zu werden. Wodurch auch immer.

 

Ein Ziel unseres Verein ist es, diese Themen öffentlich zu machen. Aufzuklären und zu enttabuisieren. Sobald man sich traut, darüber zu sprechen, stellt sich oft heraus, dass sehr viele Menschen betroffen sind. Sich mit ihnen auszutauschen kann ungemein entlastend wirken, gegenseitige Unterstützung nährend und stärkend sein.


Depression kann tödlich sein. Depression kann jede*n treffen. Depression zerreißt Familien!

 

 

Wenn das geschieht, bricht für Angehörige eine Welt zusammen…

 

Der Verein „Eltern werden Eltern sein“ unterstützt diesmal einen Mann und seine beiden kleinen Kinder. Durch eure Geldspende verschaffen wir ihnen Zeit, um durchzuatmen und die Zukunft neu zu planen. Ohne Mutter. Ohne Frau.

 

 

Spende auch du. Jeder Euro zählt!

Februar 2020: angeregt unterhalten sich einige Frauen, die an diesem Tag gemeinsam mit ihren Babys zu unserem Elterncafé nach Weitra gekommen sind. Sie plaudern, scherzen und lachen miteinander. Szenen glücklicher Menschen.

 

November 2020: Mein Telefon klingelt, ich hebe ab. Am anderen Ende der Leitung meldet sich eine Bekannte aus der Region. Mit tonloser Stimme beginnt sie zu erzählen. Ihre Ergriffenheit und Bestürzung ist für mich sogar durch das Handy spürbar. Eine Frau vom Elterncafé im Februar, eine, die dort inmitten unseres Kreises saß, ist tot. Sie war an einer Depression erkrankt und sah keinen anderen Ausweg, als ihrem Leben ein Ende zu setzen. Sie lässt neben ihrem Lebensgefährten und zwei kleinen Kindern viele Menschen zurück, die sie schmerzlich vermissen.

 

Ich beende das Telefonat und versuche, mich an den Tag im Februar zurückzuerinnern. Hätte ich etwas bemerken können? Bemerken müssen? Nein, aus meiner Sicht war alles völlig unauffällig. Ich weiß: Durch die gesellschaftliche Stigmatisierung versuchen Betroffene, den Schein so lange wie möglich aufrecht zu erhalten. Um nicht aufzufallen, aus Scham. Das kostet unendlich viel Kraft.

 

Bei der Depression handelt es sich um eine ernste Erkrankung, die das Denken, Fühlen und Handeln der Betroffenen beeinflusst, mit Störungen von Körperfunktionen einhergeht und erhebliches Leiden verursacht. Selten ist diese Erkrankung auf den ersten Blick erkennbar und doch weilt sie mitten unter uns. Kaum jemand spricht offen darüber.

In einer Gesellschaft, die die Frage „Wie geht’s?“ als Begrüßungsfloskel im Vorbeigehen und ohne tieferes Interesse am Gegenüber verwendet, ist es schwer, sich zu öffnen. Darüber zu sprechen, wie man sich tatsächlich fühlt. Dass man vielleicht morgens kaum aus dem Bett kommt und sich überwinden muss, für die Familie da zu sein. Oder, dass jemand den ganzen Tag sehr beschäftigt ist. Von Termin zu Termin hetzt, lange Spaziermärsche unternimmt, ständig in Bewegung ist. Nur kein Stillstand, denn die Stille ist nicht zu ertragen. Mit der Stille kommen die Gedanken und die Gefühle. Angst, Trauer, Schuld, Scham und Leere zu spüren, obwohl man „doch eigentlich keinen Grund dafür hat“ und „glücklich sein könnte“ ist gesellschaftlich tabuisiert und damit nur schwer besprechbar.

 

In Österreich leiden 5,1% der Menschen aktuell an einer Depression. Das schätzt zumindest die WHO. Die tatsächlichen Zahlen sind mit großer Wahrscheinlichkeit viel höher. Depressionen, bzw. psychische Erkrankungen allgemein, sind immer noch stark tabuisiert. Es ist ein mit Scham und Schuld besetztes Thema. Das erschwert es Betroffenen, sich zu öffnen und sich anderen mitzuteilen. Dabei gibt es keine „Schuld“. Eine Depression kann jede*n im Laufe eines Lebens - im Laufe DEINES Lebens - treffen. Manchmal in Folge eines erschütternden Lebensereignisses, oft scheinbar grundlos.

Wichtig ist, dass niemand allein gelassen wird! Als Gesellschaft tragen wir Verantwortung für unsere Mitmenschen. Jede*r Einzelne von uns. Nun ist es unsere Mitverantwortung, die Familie der Frau, die einst im Februar mit ihrem Baby in unserem Kreis saß, zu unterstützen! Diese Menschen müssen ihr Leben neu ordnen, organisieren und ausrichten. Eine Zukunft planen, die momentan noch unvorstellbar scheint. Durch die finanzielle Entlastung schenken wir dem Vater und den Großeltern Raum zum Durchatmen und Überlegen, Zeit die Kinder im Arm zu halten und die Möglichkeit, innezuhalten, um zu spüren, was sie selbst und die Kinder für eine glückliche Zukunft brauchen. Jeder Euro hilft, jeder Euro kommt unmittelbar dieser Familie zugute!

 

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Spenden können auf das Konto "Eltern werden, Eltern sein" mit dem IBAN AT17 2027 2000 0085 1295 mit dem Kennwort "Familie" überwiesen oder via paypal-Direktüberweisung an mail@ewesw4.at, Kennwort "Familie" gesendet werden.

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Das Wichtigste ist, dass niemand allein gelassen wird!

 

Was du tun kannst...

 

wenn du bemerkst, dass es einer Person aus deinem Umfeld nicht gut geht, sie vielleicht sogar depressiv ist?         

       

  • Nimm dir Zeit
  • Berichte ihr/ihm von deinen Beobachtungen
  • Frage sie/ihn, wie es ihr/ihm geht
  • Höre zu und signalisiere deine Unterstützung

 

Hier findest du Hilfe & Information:

Depression in der Schwangerschaft und nach der Geburt:

 


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Jede Spende geht direkt an die `Familie der im Artikel beschriebenen Frau!